Symbolbild grüne Energie

Ein KLIK fürs Klima

Klimamanager Alexander Beumling achtet in drei Reha-Zentren auf Klimaschutz und das Energiesparen.

„Mein Beruf ist nie langweilig“, lacht Alexander Beumling. „Manchmal wird schon morgens um acht Uhr mein Tagesplan über den Haufen geworfen.“ Der technische Leiter dreier Reha-Zentren in Bad Driburg sorgt für deren reibungslosen technischen Betrieb. Das umfasst Instandhaltungsmaßnahmen und Bauvorhaben, Dokumentation und Behördenkooperation. „Auch Brandschutz fällt in meinen Bereich!“ Dazu kommen auch unerwartete Dinge, wie technische Defekte. „Manches kann ich nicht planen, da muss ich kurzfristig handeln“, berichtet der gelernte Industriemeister für Elektrotechnik. Über anderes aber macht er sich viele Gedanken: Dazu zählt das Klima – und die Frage, wie ein Reha-Zentrum trotz unterschiedlicher Einrichtungen und Anforderungen umweltschonend und nachhaltig arbeitet. Was man sieht … Betritt der 52-Jährige ein Gebäude, fallen ihm oft Energiesparmöglichkeiten auf – vor allem bei der Beleuchtung: „So brennt Licht, wo es nicht durchgehend hell sein müsste. Dann kann man prüfen, ob Beleuchtung gedimmt oder per Bewegungsmelder geschaltet wird. Häufig sprechen Patienten mich auch auf das Thema an.“ Allerdings geht das nicht überall. „Fluchtwege oder Treppenhäuser müssen natürlich immer gut ausgeleuchtet sein“, unterstreicht er, „aber manche Orte wie Waschräume eignen sich gut für Licht, das per Bewegungsmelder gesteuert wird.“ … und was nicht Andere CO₂-Einsparmöglichkeiten liegen im Verborgenen: „Das können Lüfter in Badezimmern sein, die mithilfe einer neuen Programmierung stärker nach Auslastung gesteuert werden.“ Abwärme aus technischen Anlagen wird nun ebenfalls nutzbringend eingesetzt: Statt sie in die Umwelt abzugeben, heizt sie Wasser auf. „Vorher kalkuliere ich, ob sich ein Projekt auch rechnet“, unterstreicht er. Manche Ideen, wie Grauwassernutzung – also der Einsatz von aufbereitetem Wasser – in Kliniken, sind zu aufwändig, um sie wirtschaftlich zu betreiben. Auch müssen die Maßnahmen stets im Einklang mit der Patientenfürsorge stehen.“

Außenansicht Klinik Berlin

Klinik Berlin

Eine große Hilfe ist für ihn die Digitalisierung der Gebäude-Leittechnik der Kliniken, mit der technische Anlagen überwacht und gesteuert werden. „Viele Einstellungen von Geräten und Anlagen kann ich per Laptop oder Tablet regeln. Daten liegen sofort vor und müssen nicht noch aufbereitet werden. Dadurch kann ich auch vieles ausprobieren, Komfortgrenzen ausloten und jederzeit ändern.“ Mitmachen und informieren Dank KLIK konnten die Kliniken in Bad Driburg mithelfen, 11.500 Tonnen CO₂ im Jahr einzusparen. „Ein toller Erfolg“, freut sich Alexander Beumling, „vor allem da Klimamanagement nur ein Teil meiner Arbeit ist.“ Das könnte erst der Anfang sein – denn er hat noch viele Ideen. Und hofft, dass Energiesparmaßnahmen und Klimaschutz zukünftig noch stärker ausgebaut, gefördert und vorgelebt werden. „Hilfreich könnten sein zentral bereitgestellte Informationsmaterialien, die Patienten, Besucher und Mitarbeiter für das Ressourcensparen sensibilisieren – z. B. für das Lichterlöschen, Fensterschließen und Heizung-Herunterdrehen“, überlegt er. „Denn für Nachhaltigkeit und Umweltschutz kann jeder Einzelne etwas tun.“

Alexander Beumling steht vor einer Heizungsanlage

Alexander Beumling, Technischer Leiter dreier Reha-Zentren in Bad Driburg

Es macht KLIK

2014 hat sich Alexander Beumling im Projekt „KLIK green“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BUMV) sowie des BUND (Bund Umwelt und Naturschutz Berlin e. V.) und der Stiftung viamedica zum Klimamanager qualifiziert. Ziel des Projekts, das 2022 erfolgreich abgeschlossen wurde, war es, in Krankenhäusern und Reha-Kliniken bundesweit mindestens 100.000 Tonnen CO₂-Äquivalente zu vermeiden.

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