Zwei junge Frauen sitzen jeweils in einem hohen Ohrensessel und schauen aufs Handy.

Die Therapie in den Alltag mitnehmen

Über die DE-RENA-App der Deutschen Rentenversicherung mit dem Psychologie-Team im Austausch bleiben.

Eine psychosomatische Reha unterstützt Menschen dabei, ihre psychische Gesundheit zu verbessern und ihr Leben wieder im vollen Umfang zu bewältigen. „Ein wichtiges Thema ist, wie sich Ziele und Verhaltensweisen der Reha in den späteren Alltag übernehmen lassen“, so Diplom-Psychologin Imke Bator. Eine Möglichkeit dazu sind Nachsorgeangebote wie Gruppentherapien. „Allerdings können nicht alle Menschen solche Angebote wahrnehmen“, so die stellvertretende Sprecherin der Psychologinnen und Psychologen der Klinik Lipperland im Reha-Zentrum Bad Salzuflen. „Wer zu weit entfernt wohnt, oder wegen Schichtarbeit ungünstige Arbeitszeiten hat, dem fällt es oft schwer, daran teilzunehmen.“ So funktioniert die App Da kommt das Smartphone ins Spiel – und die im Auftrag der Deutschen Rentenversicherung entwickelte DE-RENA-App: Nutzerinnen und Nutzer können, gemeinsam mit ihren Therapeutinnen und Therapeuten, Ziele und Verhaltensweisen definieren und in die App eintragen, etwa einen strukturierten Tagesablauf. „Wir führen im Grunde das weiter, was in der Reha begonnen wurde,“ erklärt die Psychologin. Der Clou daran: „Im ersten halben Jahr bleiben wir mit den Patientinnen und Patienten stets im Austausch und begleiten den Prozess. Ich kann verschiedene Angaben einsehen, die die Nutzerinnen und Nutzer in die App eingetragen haben. Dazu zählt zum Beispiel der Gefühls­zustand oder welche Ziele bislang erreicht wurden. So fällt es mir leichter, in den Gesprächen auf die individuellen Bedürfnisse der Menschen einzugehen.“ Therapeutisches Medizinprodukt statt Spielerei Gesundheits-Apps gibt es zwar wie Sand am Meer. „DE-RENA hebt sich jedoch in mehrfacher Hinsicht von anderen Programmen ab“, unterstreicht Imke Bator: „Zum einen ermöglichen wir mit der App eine echte therapeutische Begleitung. Zum anderen bietet sie als geprüftes Medizinprodukt sehr hohe Datenschutz- und Sicherheits-Standards, die andere Apps nicht garantieren können.“ Nach sechs Monaten endet in der Regel die therapeutische Begleitung in der Nachsorge. Aber die DE-RENA-App wird dann nicht wertlos: „Die Nutzerinnen und Nutzer können die App natürlich weiter dazu verwenden, ihre Therapie­ziele zu festigen und ihren Alltag zu strukturieren.“ Vor allem freut sich Imke Bator darüber, dass die App eine echte Hilfe für ihre Patientinnen und Patienten darstellt: „Ich habe von vielen das Feedback bekommen, dass sie glücklich darüber sind, ein Stückchen Bad Salzuflen mit nach Hause nehmen zu können."

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